Sonntag, 4. Dezember 2011

Mondaufgangsfinsternis am 10. Dezember

Am Samstag, 10. Dezember, findet eine Mondfinsternis statt. Leider ist sie von unserem heimischen Raum aus nur in Teilen zu beobachten. Bereits um 16h MEZ verlässt der Mond den Kernschatten der Erde, ein Teil von ihm ist dann als helle Sichel wieder zu erkennen. Der Mond geht jedoch erst (abhängig vom Gelände) nach 16h15 auf. Eine Stunde später dann, etwa um 17h19 MEZ, verlässt der Mond den Kernschatten komplett. Der nun folgende Teil der Finsternis findet im Halbschatten statt, was in der Regel nur schwer nachweisbar ist.

Ein besonderer Reiz könnte, wenn denn das Wetter mitspielt, der Anblick des teilverfinsterten Mondes sein. Hier eine Computersimulation mit Software „Guide“ (der Horizont ist als blaue Linie dargestellt):

Der Mond geht bei Az. 54° (etwa Nordost) als eine liegende Sichel auf – ein sicherlich toller Anblick, den es lohnt, mit Fernglas oder kleinem Teleskop visuell zu beobachten. Vielleicht gelingt auch das ein oder andere Bild mit hübschem Vordergrund.

Eine verlässliche Wettervorhersage ist zu diesem Zeitpunkt natürlich noch nicht möglich, es ist noch alles drin.

Montag, 17. Oktober 2011

Mondaufgang hinter der Burg Gleiberg

Am 16.10.2011 beobachteten Klaus und Bernd spontan den Mondaufgang gegen 20h30. Spektakulär wurde dies durch die Wahl ihres Standorts im Feld nördlich von Kinzenbach. Dadurch ging der Mond hinter der Burgruine Gleiberg auf, hier ein Bild:



(größeres Bild)

Wie so oft half der Zufall mit: eigentlich war die Frage nur, wann denn der Mond überhaupt aufgehe. Ein Blick in Guide, für das Klaus Hintergrundobjekte der heimischen Gegend definiert hat, löste dann Hektik aus - schließlich geht es ja um Minuten, will man den Aufgang erwischen. Klaus und Bernd hatten Glück. Glückwunsch zu diesem spektakulären Bild!

Aufnahmedaten: Bild mit automatischer Belichtung, Pentax an einem 1000er Tele -Objektiv.

Samstag, 8. Oktober 2011

Mitgliederversammlung vom 07.10.2011

Links: Der Zirrusnebel – auf Leinwand abgezogenes Bild von Josef Gräf.

Im Herbst eines jeden Jahres findet eine Mitgliederversammlung der Astro-AG statt. Ziel ist es, das Halbjahr seit der Hauptversammlung rückschauend zu betrachten und die Aktionen der nächsten Zeit zu planen.

Am gestrigen saßen wir nun wieder im Tagungsraum des Heimatmuseums Kinzenbach zusammen. Der Vorsitzende moderierte die Veranstaltung und konnte auf einige Höhepunkte hinweisen. In der Öffentlichkeitsarbeit ragte die Teilnahme an der Straße der Experimente heraus. Etwa 10.000 Gäste hatten diese Veranstaltung besucht, die Resonanz an unserem Stand war sehr gut. Unter den Beobachtungen stachen Supernovae in M51 und M101 heraus sowie der Komet Garradd und eine Mondfinsternis. Insgesamt waren wir – und das ist eher selten – mit dem Wetter im Jahre 2011 zufrieden. Gerade die ausgeprägte Schönwetterphase im September brachte viel Gelegenheit zur beobachtenden Astronomie.

Zur die Planung der nächsten Monate wurden externe Veranstaltungstermine bekannt gegeben, bspw. Das Herbsttreffen der Sternenwelt Vogelsberg (21.-23.10.), die BoHeTa (12.11.) und den HATT (26.11.).

Am 06. Januar 2012 planen wir einen öffentlichen Beobachtungsabend, den Veranstaltungsort geben wir noch bekannt. Mond und Jupiter werden an diesem Abend im Mittelpunkt stehen.

Freitag, 16. September 2011

Von Filtern, Gittern und Anekdoten

Eine schwungvolle Runde scherzte sich durch viele Themen am 16.09.2011.

Diskutiert wurde beispielsweise der Einsatz von Gittern und Prismen zur spektralen Zerlegung von Sternenlicht. Visuell haben wir dies schon mehrfach eingesetzt. Beispielsweise konnten wir bei hellen Sternen einzelne Absorptionsbänder nachweisen oder sternfömig aussehende planetarische Nebel zwischen Sternen identifizieren. Nun stehen fotografische Versuche an – wir sind gespannt.

Filter sind eine andere Form der Spektrenbearbeitung: statt Licht zu zerlegen werden nur bestimmte Farbanteile des Lichtes durch den Filter hindurch gelassen. Gute Erfahrungen konnten wir mit fotografischen Filtern machen, die die typischen Stadtlichtfarben herausfiltern, d.h. das Licht von Natrium- und Quecksilberdampflampen. Damit kommen bei visueller und fotografischer Beobachtung Himmelsobjekte besser heraus, haben mehr Kontrast.

Gelacht wurde dann noch über einige Anekdoten. Auslöser war das allgemeine Stöhnen übers Wetter. Und wie oft hat uns das Wetter schon einen Streich gespielt: wenige Minuten vor einem Himmelsereignis war das Wetter noch perfekt … und pünktlich zum Ereignis schieben sich Wolken vor das Objekt. Oder auch die Tücke von Prognosen: ein Ereignis wird für den Nachbarort vorhergesagt, man fährt dorthin und lernt später, dass man daheim Glück gehabt hätte.

Achja, die zuletzt erwähnte Supernova hatte eine maximale Helligkeit von 9.8er Größe und fällt aktuell in der Helligkeit ab.

Bis demnächst, auch mal wieder mit Beobachtungsergebnissen …

Freitag, 2. September 2011

Zirren, M101 und mehr (freitag, 02.09.2011)

Das muss einen ganz schönen Rumms gegeben haben. Damit sind nicht die durchaus heftigen Gewitter der letzten Zeit gemeint, sondern das, was da in der Galaxie Messier 101 geschieht. Hier hat es eine Supernova gegeben, die vielleicht sogar mit kleinen Ferngläsern zu sehen sein wird. Natürlich war dieses Thema, da wir die klaren Stunden des 01. Septembers zum Beobachten nutzen konnten. Ein Foto der Supernova gibt es auf Asterythms.

Klaus berichtete von der visuellen Beobachtung des Zirrusnebels. An sich ein Objekt auch für kleine Teleskope zeigen sich im 18"er einige spektakuläre Details. Es lohnt sich, hier beim visuellen Beobachten an die Grenzen der Wahrnehmung heranzugehen.

Nachtrag vom 04.09.:
Eine erfolgreiche visuelle Beobachtung der Supernova beschreibt Josef.




Samstag, 20. August 2011

Freitagabend, 19.08.2011: Vom zunehmend abnehmenden Mond

Eine Frage stand während des Vereinsabends doch im Vordergrund: hält das aktuelle Hochdruckgebiet lange genug, dass wir bei zunehmend abnehmendem Mond bald wieder Beobachten können? Wirklich verwöhnt wurden wir ja nach der Sommerpause noch nicht, lediglich um den Monatswechsel Juli/August herum konnten wir die Sterne genießen.

Die Laune ist - trotz verbesserungsfähigen und -würdigen Wetters - richtig gut und so lachten wir wieder viel an unserem freitäglichen Vereinsabend. Eines der astronomischen Themen war die Umsetzung von Karte an den Himmel. Einem Mitglied war die Bezeichnung "Teleskopansicht" neben einer Abbildung in einer Astronomiezeitschrift aufgefallen. Und das ist ja mal gar nicht so einfach, denn "die" Teleskopansicht gibt es gar nicht. Ein Newton zeigt eine andere Ansicht als ein Schmidt-Cassegrain, bei welchem sich die Ansicht zudem abhängig von der Verwendung eines Zenitspiegels ändern kann.

Weiteres Thema war - wieder einmal - die Frage nach fotografischem und visuellem Zugang zur beobachtenden Astronomie. Beide Zugänge haben ihren eigenen Reiz und ihre eigenen Vorteile (bspw. kann man fotografisch leichter den Nachtfrösten ausweichen, öhem). Beide werden in unserem Verein ziemlich intensiv betrieben.

Auch die Sonne wurde kurz angesprochen, derzeit sind kleine Protuberanzen und einige kleine, wenige Flecken zu sehen. Was man heutzutage halt Maximum nennen soll ... muss ... kann ... oder so.

Wir freuen uns jedenfalls über die länger werdenden Nächte!

Samstag, 16. Juli 2011

Grillabend, 16.07.2011

Heute, 16.07.2011, fand unser - nun schon traditionelles - Vereinssommergrillen statt. Wir hatten Wetterglück, denn es war warm und trocken. Eine Schlechtwetterfront hatte zwar wohl unser Grillgut gerochen und sich auf den Weg gemacht, kam jedoch (zu unserem Glück) nicht mehr rechtzeitig an. Hier ein Blick auf den Grill:



Der Grillabend fand an einem lauschigen Fischteich statt:



Passend dazu hat uns unser Gastgeber Peter noch ein paar Fische frisch geräuchert:



Uns so hatten wir einige wirklich spaßige Vereinsstunden. Bei leckerem Essen und Trinken wurde viel über astronomische und nicht-astronomische Anekdoten gelacht :-)

Die Nächte können nun ruhig wieder länger werden, wir sind bereit!