Sonntag, 4. Oktober 2015

Bilder aus 2015

So hier nun ein paar Aufnahmen aus 2015,

ich hatte ja bereits in einen der letzten Beiträge über meine Probleme mit dem Baader Komakorrektor berichtet. Dies zog sich auch durch meine Aufnahmen im April diesen Jahres. Hier als Beispiel die Aufnahme von M81-M82 im großen Wagen.
M81-M82 (Anklicken für große Version)
Der Bildausschnitt mit der CCD und meinem 10" GSO Newton ist sehr knapp, etwas mehr Feld wäre schön gewesen. Daher habe ich mir einen gebrauchten Komakorrektor von GSO gekauft und einige Testaufnahmen gemacht, siehe da der Abstand passte ohne große Koorekturen und das abgebuildete Feld ist auch größer. Hier eine überlagerte Aufnahme von M101 mit Baader MPCC und GSO-Komakorrektor:

Komakorrektoren Vergleich
 Da sage ich mal deutlcher Zugewinn an Umgebung und bessere Sternabbildung. Diese Baustelle scheint behoben.

Dann im Sommer (10.9.) habe ich einige Testaufnahmen mit meinem Skywatcher StarAdventurer und 50mm F1.8 Canon Objektiv gemacht, hier im Schwan der Nordamerikanebel und die Region um Sadr.

Nordamerikanebel (Anklicken)


Danach folgte die lang erwartete  Mondfinsternis am 28.9.. Ich habe extra einen Tag Urlaub genommen und den Wecker gestellt, so konnten die ersten Aufnahmen um 3:00 Uhr erfolgen. Hier mal ein Bild am Ende der Totalität (5:40 Uhr), man sieht bereits den schwindenden Erdschatten unten links.
Der Mond um 5:40 Uhr
 Und hier nun eine Collage der Mondfinsternis:

Die Mondfinsternis 2015
Wie bekannt, einfach aufs Bild klicken für eine größere Version.

Dies soll es erstmal wieder gewesen sein, bis dann und hoffen wir auf einen klaren Himmel im Herbst.

J.Kroll
aus Garbenteich

Zwischenbericht für 2015

Oje die Zeit vergeht,

nun haben wir bereits Oktober und die Sommerzeit nähert sich ihrem Ende :-). Was ist geschehen seit meinem letzten Blog-Eintrag?

Im Juni fand die Strasse der Experimente statt, hier ein Link auf einen Bericht auf unserer Webseite: http://www.aag-heuchelheim.de
http://www.aag-heuchelheim.de/verein/aktiv/2015_strasse/index.html

Dann am 11. Juli feierten wir unser 40-jähriges Vereinsjubiläum, auch hier ein Link zu einer Fotodokumentation:
http://www.kulturring-heuchelheim.de/-40-jahre-astro-ag.html

Dies sollen erstmal die offiziellen Termin gewesen sein, der nachfolgende Eintrag beschäftigt sich dann wieder mit einigen Fotos, Infos zu Komakorrektoren und der Mondfinsternis.

Bis dann

J.Kroll

Sonntag, 15. Februar 2015

Wie versprochen die Fotoausbeute aus 2014

So nun schon heute wie versprochen einen Überblick über meine Astroaufnahmen aus 2014.
Ich bin ja seit 2013 stolzer Besitzer einer Astro-CCD Kamera, hier eine Schwarz-Weiß CCD von Moravian Typ G2-8300FW. Hiermit kann man die einzelnen Farben getrennt aufnehmen, also nur Schwarz-Weiß (Luminance) oder mit Filtern dann Rot, Grün, Blau und z.B. nur H-Alpha, also das Licht, welches von angeregten Wasserstoffatomen emittiert wird (dunkelrot).
Um eine Farbaufnahme zu erhalten benötigt man also mindestens 3 Aufnahmen in den einzelnen Farben, die dann mittels Software zu einem Farbbild kombiniert werden. Hierfür muss man schon eine gehörige Lernkurve durchschreiten um passable Aufnahmen zu bekommen. Oft spielt einem das Wetter (wie bei mir in 2014) einige Streiche. So sind die ersten Aufnahmen z.B. super, doch dann fängt unbemerkt der Spiegel an zu Betauen und am Ende des Abends stellt man fest, nur die Aufnahmen einer Farbe sind brauchbar, alle anderen sind verschwommen. Dann stellt man bei genauerer Untersuchung fest, dass der Abstand des Komakorrektors zwar für die Canonkamera genau passte, aber für die CCD noch modifiziert werden musste...

Denoch hier ein kleiner Überblick über die Fotoausbeute aus 2014. Mein Astrojahr startet am 25.Mai mit der Aufnahme der Whirlpool Galaxie M51. Eine Kombination aus Luminance und RGB-Bildern. (Bilder Anklicken zum Vergrößern)
M51 aus Mai 2014 LRGB-Aufnahme
Dann am 6.Juni ein Mosaik aus 19 Mondvideoaufnahmen mittels "Webcam" QH5Y an 8Zoll SC mit 2000mm Brennweite.
Mondmosaik
Im Juni Stand M57, der Ringnebel in der Leier auf dem Programm. Bei der Kombination der Aufnahmen durfte ich dann feststellen, das jedes Farbbild seinen eigenen Farbgradienten hatte, der nur schwer zu beseitigen war. Zudem gelang die Kombination mit dem H-Alphabild nicht, da die Sterne in den einzelen Farben unterschiedliche Durchmesser hatten (hohe Luftfeuchtigkeit und teilweise Betauung der Optik).
M57 LRGB
In 11Uhr Position die Galaxie IC1296 mit 14.8 Magnitude
Daher habe ich die H-Alpha Aufnahme in Schwarz-Weiß gelassen um die zweite Schale um M57 zu zeigen.
H-Alpha Schale um M57
Am 18.10. stand der Pacman-Nebel NGC281 auf dem Programm. Geplant war eine Kombination aus H-Alpha und LRGB. Gestartet wurde um 20:15 Uhr mit dem ersten H-Alpha Bild mit 10min Belichtungszeit und dann im Wechsel L mit 360 sec und RGB mit jeweils 300s pro Farbe, diese Serie dann insgesamt 12mal wiederholt. Am 19.10. gegen 1:00 Uhr war die Aufnahmeserie fertig. Die Entäuschung folgte bei der Auswertung am nächsten Tage! Aufgrund von Betauung des Hauptspiegels!! waren nur die H-Alpha Aufnahmen verwertbar, alle anderen Aufnahmen zeigten extreme Halos um die hellen Sterne, konnten also verworfen werden. Daher hier nur die Schwarz-Weiß Aufnahme der 12 H-Alpha Aufnahmen (wobei die letzten 5 nur bedingt brauchbar waren). Seht selbst:
Pacman Nebel NGC 281 leider nur H-Alpha

Hier noch eine Aufnahme aus dem September 2013 welche ich noch nicht gezeigt hatte, LRGB Aufnahme von M27, den Hantelnebel
M27 LRGB
Wenn keine weiteren Angaben bei den Bildern sind, wurden diese mit meinem 10 Zoll GSO-Newton, Komakorrektor von Baader und 9mm Offaxis Guider mit Lodestar Kamera gemacht. Als Montierung kam eine EQ6 Skyscan zum Einsatz. Seit September habe ich eine einbetonierte Stahlsäule in meinem Garten, so dass die Montierung bei gutem Wetter (was ist dass??) schnell herausgebracht und justiert werden kann.

Als Weihnachtsgeschenk hatte ich mir dann zum Widefield Fotografien einen Sky Adventurer von Skywatcher zugelegt und warte seitdem auf eine Gelegenheit den Kometen Lovejoy aufzunehmen. Bisher hatte ich hier in Garbenteich leider kein Glück, der letzte Versuch vor ca 10 Tagen zeigte dann bei Dunkelheit, dass leider auch die Wolken da waren. Tja die Kamera war lange genug draußen und ausgekühlt aber gegen Wolken kann man bisher leider nichts ausrichten. Einigen Mitgliedern in unserem Verein sind aber mit dieser kleinen Reisemontierung bereits sehr schöne Aufnahmen gelungen, die ich demnächst posten werde.

Bis dahin Clear Skies aus Garbenteich wünscht Jörg.

Wir leben noch!

Ohje 2014 ist vorbei ohne das ich dazu gekommen bin etwas in unserem Blog zu posten. Daran Schuld ist nicht nur das bescheidene Wetter, sondern auch eine hohe berufliche Auslastung. Ich gelobe Besserung und werde einige Ergebnisse aus 2014 posten, bevor es hoffentlich in 2015 bessere Bedingungen gibt.

Gruß und hoffentlich Clear Skies

Jörg

Dienstag, 19. November 2013

Öffentlichkeitsarbeit

Hallo hier ein Artikel aus der Butzbacher Zeitung vom 17.10.2013.

Klaus Spruck hat hier im Rahmen unserer Öffentlichkeitsarbeit einer Gruppe von Kindern die Astronomie näher gebracht und dabei viele interessierte Zuhörer gewonnen.
Klicken zum Vergrößern


Streifende Bedeckung des Mondes

Anbei ist ein Foto einer "streifenden Bedeckung des Mondes" dargestellt. Diese Aufnahme und die Animation gelag Klaus Spruck bei einem Spaziergang (10.11. um 16:58 Uhr). Normalerweise versuchen wir bei der AAG streifende Bedeckungen von Sternen durch den Mond zu beobachten umso Daten für Oberflächen Profile am Mondrand zu sammeln. Nun diesmal war es ein wenig anders...

Und hier als GIF-Animation mehrer Aufnahmen:


Nun hoffen wir auf eine streifende Bedeckung eines Sterns durch den Mond.

Clear Skies

Samstag, 9. November 2013

UFO über Kinzenbach

Da es zwischendurch leider nur kleine Unterbrechungen der Schlechtwetterphasen gab, schenkten wir im Verein der Tageslichtbeobachtung mehr Aufmerksamkeit. So gelang es unserem 1. Vorsitzenden tatsächlich ein UFO über Kinzenbach fotografisch festzuhalten. Anbei der Artikel in der GAZ:

Warten wir mal ab was uns der Rest des Jahres noch bringt. Wir hoffen alle auf spektakuläre Beobachtungen und Fotos vom "Jahrhundertkometen" ISON im Dezember.

Bis dahin Clear Skies.

Sonntag, 21. Juli 2013

Das Ende der Schlechtwetterphase - Crescentnebel im Lichte des Wasserstoffs

Hallo,

nach Oktober 2012 und ein bis zwei Nächten bis zum Juli, konnte nun endlich der Bann gebrochen werden. Endlich wieder ein klarer Nachthimmel! Nachthimmel? Nein eigentlich nicht, da wir im Juli immernoch im Bereich der weissen Nächte sind, dass bedeutet astronomisch gesehen gibt es keine Nacht, sondern höchstens die astronomische Dämmerung mit einer Sonnenhöhe von 12 bis maximal 18 Grad unter dem Horizont.

Dennoch war der Fluch meiner Neuanschaffung im Januar, einer gekühlten CCD Schwarzweiß Kamera mit Filterrad, gebrochen. Die Kühlung bis 50°C unter Umgebungstemperatur war bei "Nachttemperaturen" bis 20°C nötig und das Filterrad, hier mit einem H-Alpha 12nm Filter für Aufnahmen im Lichte des Wasserstoffs, ermöglichte auch Aufnahmen 3 Tage vor Vollmond bei hellem Mondlicht!

Nach vielen Versuchen mit der neuen Technik und der neuen Software klar zu kommen, hier nun mein erstes vorzeigbares Firstlight:

Der Crescent Nebel NGC6888 (Sichelnebel) im Sternbild Schwan als H-Alpha Bild, d.h. alle hellen Strukturen auch Nebelschwaden sind in Realität dunkelrot.
6*10min in Ha bei -20°C CCD Temperatur (Anklicken zum Vergrößern)

Sobald es wieder Nacht und Mondlos wird folgen die Farbaufnahmen in RGB (Rot-Grün-Blau)

Bis dahin

Clear Skies wünscht Jörg aus Garbenteich.

Sonntag, 9. Juni 2013

Bluetooth für EQ6 Skyscan Montierung

Hallo,

aufgrund des bescheidenen Wetters bleibt einem nur noch Basteleien am Equipment. Für meine Astrofotos benutze ich eine EQ6 Skyscan als Montierung, diese wird bisher über einen USB Seriell Adapter an mein Netbook angeschlossen. Um hier eine Kabelverbindung einzusparen habe ich mir über EBay einen Bluetooth Adapter bestellt, da mein Netbook ja Bluetooth unterstützt. Für unter 10€ konnte ich so einen passenden Adapter bauen.

Hier mal das Modul bereits im kleinen Gehäusedeckel fixiert.

Hier die Teileliste:

Bluetooth Modul JY-MCU BT-Board V1.05
EBay Link

EBay:                                                                    für 6,97€
incl Versand aus China, Dauer ca. 2-3 Wochen

                                       Reichelt Best.Nr
Widerstände:
2*10K                              METALL 10,0K            0,082€   *2
1*4,7K                             METALL 4,70K            0,082€

Diode:       
1N5817                           1N 5817                           0,05 €

Mosfet:
2N7000                           2N 7000                       0,042€

5V Festspannungsregler
78L05                             µA 78L05                       0,11 €

DB9 Stecker                   D-SUB ST 09               0,10 €

Lochrasterplatine
50*100mm                     HPR 50X100               0,38 €

Gehäuse
50*35*25mm                  1551GBK                      1,05 €
                                                                                -------
                                                                                8,95 €

Da dieses 3,3V Bluetooth Modul bereits eine Anpassung an 5V hat, müssen nur noch die Signalpegel von 3,3V auf 5V TTL Pegel gebracht werden. Hierfür reichen einige wenige Bauteile und etwas Lochrasterplatine. (Bilder anklicken zum Vergrößern)
Der Schaltplan ist eine Kombination von der BT-Modul Beschreibung im Internet (Rx Eingang) und von der EQ-Mod Seite (Eq-mod Link)
Auf der linken Seite die Anschlüsse zur EQ6, auf der rechten Seite die Anschlüsse zum Modul. So sieht die Lochrasterplatine von unten aus.
Für den Einbau wurde ein kleines Gehäuse gewählt, in dem mit meinem Dremel ein Ausschnitt für den SUBD Stecker gefräst wurde. Der Stecker wurde mit Schmelzkleber eingeklebt.
(Hier passierte ein kleiner Fehler: die Anschlüsse Rx/Tx am Modul müssen getauscht werden, hatte ich erst nach dem Fotografieren un der versuchten Inbetriebnahme festgestellt :)) Hier nun die Aussenansicht mit Anschlußbelegung des DB9 Steckers.
 Und so sieht es jetzt an meiner EQ6 aus:
Nachdem Einschalten der EQ6 initialisiert sich das Bluetooth Modul und wird bei aktiviertem Bluetooth im Netbook als Linvor gefunden, zur einmaligen Kopplung nur 1234 als PIn eingeben und unter der virtuellen Seriellen Schnittstelle 5 kann man auf die Montierung z.b. über EQmod zugreifen. Die Reichweite des Bluetooth Adapters beträgt ca. 10m.
Jetzt warte ich nur noch auf besseres Wetter und dunkle Nächte. Viel Spaß beim Nachbau.

Clear Skies wünscht Jörg aus Garbenteich.




Mittwoch, 5. Juni 2013

Antwort auf: Was fliegt denn da beim Mond

Hallo,

hier nun wie versprochen die Aufkösung des Rätsels vom
http://hifae.blogspot.de/2013/05/was-fliegt-denn-da-beim-mond.html

Wie in der Giessener Allgemeinen Zeitung vom Samstag veröffentlich, handelte es sich bei dem Schnappschuß von Klaus Spruck um Fallschirmspringer die Ihrem Freefall über Lützelinden fröhnten, also keine Wildgänse sondern wilde Fallschirmspringer.

Vielen Dank Klaus für dieses kleine Suchbild.

Montag, 20. Mai 2013

Was fliegt denn da beim Mond?

Hallo,

da es mangels Wetter in den Abendstunden kaum mehr zu Astroaufnahmen reicht, hier  ein Suchbild von Klaus Spruck am Tage aufgenommen.



"Was fliegt denn da beim Mond?" (Zum Vergrößern Anklicken)   
(Aufnahme: 18.05.2013, 19:46 Uhr in der Lahnaue mit 300 mm Brennweite, 50% des Bildes)

Des Rätsels Lösung folgt in ein paar Tagen, zu Gewinnen gibt es leider nichts, da uns die Mitropa Kaffeemaschinen ausgegangen sind ;-)

Samstag, 6. April 2013

Beobachtung PANSTARRS C2011 L4 die Zweite am 1. April 2013

Nachdem sich die Wolken seit meiner ersten Sichtung am 19.3. von der freundlichen Seite gezeigt hatten (immer reichlich vorhanden, vor allem in Richtung NW) war zu meinem nächsten „Wunschtermin“ am Abend des 1. Aprils (siehe Abbildung 1, oben) mit der Annäherung von Panstarrs C2011 L4, jetzt mit ca. 4.5 mag schon merklich dunkler seit Anfang März mit ca. 2.0 mag, und M31 dem Andromeda-Nebel überraschender Weise die Sicht besser, wenn auch die Beobachtungsbedingungen vom Balkon über die Straßenlaterne hinweg in die Dunst/Lichtglocke von Gießen nicht berauschend waren. Siehe dazu Abbildung 2, gleicher Aufnahmesetup, allerdings nur etwas tiefer gehalten, Panstarrs C2011 L4 sollte irgendwo knapp am oberen Bildrand sichtbar gewesen sein.

Nach dem ich mir dann eine Gegenlichtblende aus einer großen Styropor-Tafel gebastelt hatte, die die direkten Einstrahlungen der Laterne verhinderte, gings dann einigermaßen. Mit bloßem Auge vermochte ich nichts zu erkennen, im 10x42 Fernglas waren aber der Komet und M31 mit ca. 4° Abstand sofort auszumachen. Nach meinen ersten Erfahrungen wußte ich, mit 2 sec Belichtugszeit war nichts mehr zu machen, daher wurde die Kamera mit dem 70-200mm/2.8 auf meine grob eingenordete HEQ5 gepflanzt, um längere Belichtungszeiten ohne Strichspuren zu ermöglichen. Allerdings waren, wie sich zeigte, längere Zeiten als ca. 10 sec wegen der Hintergrundhelligkeit sowieso nicht zu erzielen. So resultierten die Aufnahme-Parameter F4 1600 ISO Serie1 bzw. F2.8 800 ISO jeweils 6 sec Belichtungszeit.
Nach den ersten Bildern mit 300mm/f4 vom Kometen alleine (Abbildung 3) wechselte ich auf das 70-200mm, um mit Brennweiten zwischen 70 mm und 135 mm den gewünschten Himmels-Ausschnitt abzudecken Abbildung 4 (mit ca. 70 mm). 
Danach versuchte ich noch drei Belichtungsreihen, um mit DeepSkyStacker ein besseres SNR zu erzielen. Serie 1 mit 1600 ISO, ca. 5 Aufnahmen, Fokus leidlich, Serie 2 mit 800 ISO und 40 Aufnahmen, Fokus schlecht und Serie 3 mit 800 ISO und Fokus leidlich, nach wieder ca. 40 Aufnahmen á 6 sec wurden die Bedingungen aber schlechter, der Komet kam tiefer an den Horizont (ca. 7° Höhe um kurz nach 22:10 Uhr) und damit war dann Schluß.
Zum Ende noch ein „stark“ bearbeitetes Bild aus dem Stack-Prozess (Abbildung 5) gegen 22:00 Uhr.

(Dies ist ein Beobachtungsbericht von unserem Mitglied Reinhard Stärk)

Samstag, 16. März 2013

Der Komet Panstarrs

In unserem Jahresüberblick hatten wir auf zwei möglicherweise helle Kometen hingewiesen. Hell meint in diesem Fall die Sichtbarkeit mit bloßem Auge. Der erste von beiden heißt C/2011 L4 PANSTARRS und ist in diesen Tagen in der Abenddämmerung unmittelbar nach Sonnenuntergang ziemlich exakt im Westen zu sehen. Nur langsam führt ihn seine Bahn weg aus dem hellen Abendhimmel, so dass meist ein Fernglas und sehr gute Horizontsicht (flacher Horizont ohne Wälder und Bebauung) notwendig sind.

Die Beobachter der Astro-AG hatten Glück, so dass wir hier eine kleine Chronik des Kometen zeigen können:

Den Auftakt macht eine Beobachtung (Bild rechts) von Klaus Spruck, zu der er schreibt: 13.3.13, 19:11, ca. 70 mm Brennweite und Blende 4, 1/4 Sek., 800 ASA, Ausschnitt mit Gimp und "nachgehärtet" bis man was erkennnen konnte.
Anmerkung: der Komet ist bei etwa 1/3 Bildhöhe von unten und leicht rechts der Mitte, vergleiche auch Vollbild.
An diesem Tag keine leichte Beobachtung!











Auch Josef Gräf und Reiner Euler konnten den Kometen aus Gießen heraus an diesem Tag ablichten. Folgendes Bild ist ein Ausschnitt aus Ihrer Aufnahme bei 200mm Brennweite, der Komet steht oberhalb der Bildmitte:

 Weitere Bilddaten: CANON 40Da, Objektiv: "70-200mm f/4 L USM", Blende 4, 800 ISO, 1/5 Sekunden, 19:23 Uhr MEZ.
Josef schreibt zudem: „Etwa zwischen 19 und 19:15 Uhr meinte ich mit bloßem Auge auf halber Strecke zwischen Mond und Horizont ein winziges aufgehelltes Pünktchen zu erkennen und ich hielt mein 20x80-Fernglas drauf und sah darin den Kometen deutlich. Der Beobachtungsort war nicht ganz optimal, denn die Sonne war hinter einem großen Haus untergegangen und später mussten wir gegen die höllische Beleuchtung des nahen XXXXXXX-Parkplatzes ankämpfen. Trotzdem war es ein netter Beobachtungsabend und wir konnten danach sagen: "Annuntiamus vobis a mords gaudi, habemus imagines comae panstarrsiae...".“

Vollbild, weitere Bilder: 1, 2, 3, 4.

Frank und Nina Leiter beobachteten ebenfalls erfolgreich, hier ein Bild vom 15.03.2013:

Näheres zu dem Bild und zur Beobachtung im Bericht vom 14.03.2013 und 15.03.2013

Christian Weis hatte ebenfalls Erfolg und zeigt uns einen Sonnenuntergang und den Kometen vor einer beeindruckenden Landschaft in der Nähe vom Bodensee, Details: siehe Christians Bericht:



Spannend ist die Entwicklung in den nächsten Tagen und Wochen. Täglich steigt der Komet höher über den Horizont, allerdings nimmt der Mond im Augenblick stark zu, so dass der Himmel aufgehellt ist.

Die Astro-AG wird weiter berichten und wünscht viel Glück bei eigenen Beobachtungen.

Frank Leiter

Montag, 4. Februar 2013

Skype bei der AAG Heuchelheim

Hallo,

wir haben bei der AAG Heuchelheim einen Skype Zugang installiert. Wenn der Internetzugang funktioniert sind wir unter dem Skypenamen:

aag-heuchelheim

Freitags ab 20:00 Uhr erreichbar.




Mond durch 18" Dobson vom 25.11.2012



Hier ein Bild von Klaus, es wurden 5 Aufnahmen durch seinen 18 Zoll Dobson am 25.11.2012 aufgenommen. Die Programme Hugin, giotto und gimp wurden für Überlagerung, Nachschärfen und Verbesserungen verwendet.

Das Ergebnis:

Anklicken zum Vergrößern
 - man beachte vor allem den Zentralberg als hellste Stelle im Krater Aristarchus.

Klaus Spruck

Sonntag, 14. Oktober 2012

Im September war es wieder soweit

Im September war es endlich wieder soweit, ich hatte Zeit, es wurde früher dunkel und es war klar.  Die einzelnen Tage im August in denen es klar war konnte ich leider nicht nutzen, umso mehr habe ich mich über den 7. bis 9. September gefreut. Also sofort im Garten mein Fotoequipment aufgebaut. Zum Einsatz kamen mein ED80 mit 0,8 Skywatcher Reducer auf meiner EQ6 Skyscan Montierung. Das erste Ziel war Cassiopeia genauer M52 und der Bubblenebel. Die Bedingungen waren im September leider nicht optimal, Dunst und für meine EOS 450Da leider auch sehr warm mit Nachttemperaturen um die 17°C. Dennoch fanden 20 Aufnahmen mit jeweils 5 min Belichtungszeit ihren Weg auf meinen Sensor.

(Anklicken für größere Darstellung)

Am 8. und 9. September stand dann der Pelikannebel im Schwan auf meiner Wunschliste. Auch hier wurden wieder 20 Aufnahmen mit jeweils 5 min aufgenommen. Da ich im Juni 2010 bereits den Nordamerikanebel aufgenommen hatte versuchte ich mich zum ersten Male an einem Mosaik dieser Region. Ich muss schon sagen da kann man einiges Basteln und probieren und dennoch bekommt man die Farben für beide Teilbilder nicht 100%ig hin. Das nächste Mal werden solche Objekte kurz aufeinander folgend aufgenommen. Ich finde aber der Versuch war es wert, beurteilt selbst:
       
(Anklicken für größere Darstellung)
Am 9. September wollte ich mich dann noch am Elefantenrüssel im IC1396 (im Kepheus) versuchen, aber anscheinend waren 2 schöne Tage in Folge zu viel. Nachdem meine Aufnahmeserie startete und das Guiding perfekt lief, verlor ich nach 4 Aufnahmen den Leitstern. Ein Blick nach oben zeigte mir den Grund aufziehende Wolkenfelder verhinderten die weiteren Aufnahmen. Selbst nach 2 Stunden Wartezeit verbesserte sich die Lage nicht, also war es das für den September. Selbst das TTV in Stumpertenrod lag unter einer Wolkendecke (wie schom im Frühjahr) Nun im Oktober gab es bei mir in Garbenteich bisher zwar vereinzelt Sterne zu sehen, da ich aber in einer Senke wohne zeigte sich auch sehrt schnell Dunst und Nebel.. naja die Hoffnung stirbt zuletzt.

Bis dann Grüße aus Garbenteich

J.Kroll

Samstag, 19. Mai 2012

Strasse der Experimente 2012

Am 13.Mai war es wieder soweit..."Muttertag",

auch, aber die Straße der Experimente rief uns erneut in die Ludwigstraße zum UNI-Hauptgebäude. Auch dieses Jahr sind wir wieder der Einladung gefolgt um unser Hobby einem breiteren Publikum vorzustellen. Was gab es bei uns zu sehen?

Als fester Bestandteil wurde unser orangenes Vereinsteleskop, ein 8 Zoll (20cm) Schmidt-Cassegrain mit 2m Brennweite aufgebaut, mit dem verwendeten 14 mm Okular stand somit eine 142fache Vergrößerung zur Verfügung. Nur was damit am Tage anfangen? Hier wurde wieder auf unser beliebtes Suchspiel zurückgegriffen, was wird gesehen und wo könntet das sein?
Klaus bei der Einweisung...


Ein Fernsehturm in Gießen?

Nein, nur eine Dachspitze bei 142facher Vergrößerung
Ab 17:00 Uhr, die Sonne war hinter den Häuserdächern verschwunden, wurde von Klaus die Venus am Taghimmel eingestellt, welche mit ihrer augenblicklichen Phase sehr beeindruckte und zu entsprechenden Fragen führte.

Als nächstes war unser kleines PST Sonnenteleskop im Einsatz und wir, sowie unsere Besucher wurden an diesem Tage nicht enttäuscht. Zahlreiche sehr ausgeprägte Protuberanzen und ein großer Sonnenfleck waren sichtbar, durch unsere geringere Vergrößerung war die Sonne komplett sichtbar. Von einem Besucher wurde uns dadurch eine bessere Sichtbarkeit der Protuberanzen bescheinigt als bei der Konkurrenz ;-) (der THM) Bei der Konkurrenz sei die Sonne zu groß im Okular gewesen, so dass man jenseits des Randes zu wenig gesehen habe. Na das war doch mal eine positive Rückmeldung.
Marc, bei der manuellen Nachführung der Sonne :-)
Am Stand selber fand man wieder Bastelbögen für eine drehbare Sternenkarte (hier) diverse Astrofotografien und verschiedene Infos zu astronomischen Themen und Ereignissen. Besonders erwähnenswert ist hier der Venustransit am 6.6.2012 ab 5:20 Uhr, der letzte den wir für eine lange Zeit hier in Deutschland beobachten können. Der nächste Transit findet erst im Jahr 2117 statt, nähere Infos und Hinweise zu Beobachtungsorten sind hier von unserem Vereinsmitglied Josef Gräf zusammengefaßt:
 http://www.josef-graef.de/venusdurchgang/2012/index.html 

Klaus hatte sich die Mühe gemacht unser Sonnensystem maßstabsgetreu auf Endlospapier zu drucken, hierbei entsprach eine DIN A4 Seite 2 Millionen Kilometern, leider reichte das Papier nur bis zum Saturn... 
Hier mal die Seitenzahlen für die minimalen-mittleren-maximalen Abstände:
                           Objekt                Seite
                           Sonne:                   1
                           Merkur:            23-28-34
                           Venus:             53-54-54
                           Erde:               73-74-76
                           Mars:           103-113-124
                          Jupiter:        370-388-408
                          Saturn:        674-715-751 
                  (Danach ging uns das Papier aus)
                          Uranus:    1370-1443-1501
                          Neptun:     2222-2264-2272
                          Pluto:        2218-2962-3687

Diese Dimensionen und vor allen Dingen die vielen weissen Blätter dazwischen beeindruckten unsere Besucher. Ebenfalls dargestellt durch einen kleinen Globus und einen Golfball die Größenverhältnisse von Erde und Mond und deren Abstand (genau eine Zeltdiagonale ;-))

Wir möchten uns hiermit für das rege Interesse unserer Besucher bedanken und verabschieden uns bis zum nächsten Jahr.

  

Samstag, 28. April 2012

Strasse der Experimente - Wir sind wieder dabei!

Am 13. Mai findet in Gießen wieder die "Strasse der Experimente" statt und die AAG Heuchelheim ist wieder dabei. Anbei der offizielle Flyer:
Größere Version nach Anklicken

Wir freuen uns über euren Besuch und stehen an unserem Stand für alle Fragen rund um die Astronomie zur Verfügung.


Sonntag, 25. März 2012

Sternenbeobachtung mit einer Grundschulklasse aus Garbenteich

Es ist der 23.03.2012, ein Freitag Abend gegen 19:45 Uhr, es nähern sich aus der Dunkelheit viele Stimmen und ein wildes Taschenlampengefuchtel der Grillhütte am Fischteich in Garbenteich. Was ist geschehen?

Es steht ein Sternenbeobachtungsabend mit einer Grundschulklasse ca. 30 Schüler zwischen 8-10 Jahren aus Garbenteich auf dem Programm. Edgar, Klaus und ich hatten bereits unsere Teleskope aufgebaut und warteten auf den Anstrum, ...der auch kam :-).

Für die Beobachtung standen ein Refraktor (Edgar), ein großer Dobson (Klaus) und ein 8 Zoll SC (Jörg) zur Verfügung. Nach einleitenden Worten von Edgar bezüglich der Nutzung von grellen Taschenlampen... wurden von uns kurz die Geräte, deren Aufbau und Funktionsweise vorgestellt. Danach konnte die Beobachtung beginnen. Nach Einteilung in verschiedene Gruppen standen Venus (mit ca. halber Phase), Jupiter mit seinen (wie auf einer Perlenschnur aufgereihten) Monden und Mars auf dem Programm. Später war sogar etwas DeepSky möglich. Klaus zeigte z.B. M65/M66, Edgar und ich den Orion Nebel und einige andere Objekte. Dank der anwesenden Eltern und Lehrer wurde die anfängliche Geräuschkulisse immer geringer und es setzte die erste Neugierde und Staunen mit Ahhh und Ohhh ein. Schüler, Eltern und Lehrer stellten immer mehr Fragen zur Astronomie, der Beobachtung und zur Orientierung am Sternenhimmel. Gegen 21:30 Uhr kehrte wieder Ruhe ein am Fischteich in Garbenteich. Schüler, Lehrer und Eltern bedankten sich bei uns und fragten bereits nach, ob man diese Veranstaltung wiederholen könnte....

Wir sind bereit.

Sonntag, 11. März 2012

Astronomieshow in der Dankeskirche in Bad Nauheim

Anbei ein Bericht von unserem Mitglied Josef Gräf, der am 10.03.2012 diese Veranstaltung in Bad Nauheim besuchte:

Bericht über den Besuch einer Astronomie-Show in der Dankeskirche in Bad Nauheim.

Fünftausend Euro Eintrittsgelder für einen Abend mit überschaubarem Aufwand - man gönnt es den Referenten, denn ihre Show war gut gemacht. Der Besucherandrang war enorm, die Organisatoren hatten Mühe, alle draußen in einer Schlange Wartenden rein zu lassen. Schätzungsweise 600 Leute drängten sich schließlich in der Kirche, vielleicht war sie noch nie so voll gewesen!

Die vier mal acht Meter große Sternkarte wirkte im Altarraum der Kirche fast wie ein sakrales Objekt - man könnte an das Turiner Grabtuch denken. Aber der Vortrag selbst blieb Gott sei Dank auf dem Boden der Wissenschaft und es war letztlich eine populärwissenschaftliche Einführungsveranstaltung für Erwachsene und Kinder mit meditativen Einlagen, beworben als "Astronomische Multi-Media-Show mit der größten nachtleuchtenden Sternkarte der Welt".

Zu Beginn der Show wurde die schöne 32-Quadratmeter-Sternkarte - eine Plane mit fluoreszierenden Punkten - im Dunklen präsentiert und die üblichen Objekte zur Orientierung gezeigt:
Der Große Wagen, der Orion, das Kreuz des Südens und Alpha Centauri. Auf eine zusätzliche Leinwand wurden weitere Basics zum Sternenhimmel projiziert, z.B. der Polarstern und wie man ihn findet, der Lauf der Sonne während eines Jahres, die Linie der Ekliptik in einer Sternkarte und - besonders lobenswert - die
Erklärung der tatsächlichen Bedeutung des Tierkeises. Hier fiel auch der Satz: "Keine Angst, ich werde Ihnen jetzt keine Horoskope stellen!". Danach zeigte ein Bild die Sonne mittags am April-Himmel mit einem drastisch eingeblendeten Sternbild der Fische als Hintergrund-Konstellation am Taghimmel.

In der folgenden "Diashow" wurden die neun Planeten MVEMJSUNP vorgestellt und auch kurz auf die Exoplaneten eingegangen. Die astronomischen Zahl "10 hoch 22" (Hundert Milliarden Sterne pro Galaxie, Hundert Milliarden Galaxien) verdeutlichte der Referent, indem er Carl Sagans Behauptung rezitierte: "Insgesamt gibt es mehr Sterne als Sandkörner an allen Stränden der Erde."

Fazit:
Es war eine gute Veranstaltung am 10. März 2012, die das Publikum für den Sternenhimmel begeisterte. Ich hätte nie gedacht, dass die Leute ein solches Interesse am Thema haben. Die Referenten waren Hans-Winfried Auel und Markus Horn und sie haben eine eigene Website: http://www.h-w-astro.de

Eine milde Kritik erlaube ich mir zum Schluss:
Auf dem Bücherverkaufstisch wurden zwar die üblichen Bildbände, das "Himmelsjahr" und etliche Sternkarten angeboten, aber leider fehlten dort der "Stropek" (www.beobachteratlas.de) und das vielleicht beste Buch, das je gedruckt wurde: "Astronomie: Die kosmische Perspektive", siehe:
www.josef-graef.de/sterne/equipment/index.html#literatur

PS:
Wie wäre es, in Bad Nauheims Kurpark ein Planetarium zu bauen? Das Besucherpotential ist vorhanden, das nächste Planetarium ist weit (Mannheim), die Stadt Bad Nauheim und das ganze Hessenland würden enorm davon profitieren.